#meingruenertipp: Teil 2

In dieser Artikelreihe sammeln wir eure persönlichen Tipps für einen nachhaltigeren Alltag. Wie habt ihr den ersten Schritt gemacht? Welche kleine Veränderung in der Routine hat große Wirkung gezeigt? Was wäre das Erste, das ihr jedem empfehlen würdet zu ändern? Ob praktische Kochrezepte oder kreative Produkte, Lebensentscheidungen, Bastelideen oder Einkaufstipps – Inspiration ist immer hilfreich!

Hier geht es zu Teil 1 der Artikelreihe.

Greta Taubert, Autorin „Apokalypse jetzt“
greta-taubert„So ein Kaffee am Morgen ist etwas Schönes. Immer mehr Menschen saugen ihn aber durch ein Plastikdeckellöchlein von einem Wegwerfbecher besinnungslos auf dem Weg zur Arbeit, an der Tankstelle, im Bäcker. Die Deutsche Umwelthilfe hat errechnet, dass allein in Berlin pro Jahr 166 Millionen Becher weggeworfen werden, das sind etwa 450000 Stück am Tag. Nebeneinander gestellt ergibt das eine Strecke vom Alexanderplatz bis nach Potsdam. Weil man meistens unterwegs ist, werden die Becher und deren Deckel einfach in den Mülleimer geworfen und als Restmüll verbrannt. Eine gewaltige Ressourcenverschwendung. Dabei gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Thermobechern und Mehrwegtassen. Wem das zu sperrig in der Handtasche ist, der kann sich auch eine zusammenfaltbare Campingtasse einstecken. Oder – was ich persönlich die schönste Alternative finde – sich einfach die zehn Minuten mit der Porzellantasse hinsetzen und den Morgen genießen.“

Laura, grüne Bloggerin
Laura„Nachhaltig zu leben, bedeutet für mich vor allem auch erst einmal Widersprüche zu akzeptieren und anzunehmen. Du kannst nie alles auf einmal schaffen – und wenn du beginnst, Dinge zu hinterfragen und deine Gedanken einem nachhaltige(re)n Leben zu widmen, werden andere nicht müde werden, dich auf Widersprüche hinzuweisen. Ja, ich interessiere mich für vegane Kosmetik und trage gleichzeitig Lederschuhe. Ja, ich kaufe Second Hand, fahre Fahrrad und meide Plastik – und dennoch fliege ich mit einem Klimakiller in den Urlaub. Finde heraus, was für dich ein möglicher Anfang ist und gehe einen ersten Schritt. Frage nicht „Wie weit noch?“, sondern freue dich auf deine Wanderung.“

Wiebke, Presse VEBU
Wiebke-Vebu„Die Lebensmittelauswahl im Supermarkt ist mittlerweile sehr groß. Mein Tipp: beim Einkauf auf Siegel achten. Es gibt eine große Bandbreite an Siegeln und jedes stellt andere Anforderungen an die Produkte. Ich ernähre mich seit letztem Jahr vegan. Die Gründe dafür sind für mich vor allem das Tierwohl, meine eigene Gesundheit sowie der Umwelt- und Klimaschutz. Beim Einkauf hilft mir das V-Label auf den ersten Blick zu erkennen, ob Produkte vegan sind. Das erspart mir, die langen und teilweise unverständlichen Zutatenlisten zu studieren. Die wenigsten wissen, dass zum Beispiel bei der Herstellung von Wein oder Säften auch tierische Stoffe verwendet werden. Tragen Produkte das V-Label, ist dies ausgeschlossen. Andere Produkte, bei denen Siegel für mich als Privatperson eine große Rolle spielen, sind zum Beispiel Kaffee oder Kakao, da man diese einfach nicht regional kaufen kann. Die Löhne und Arbeitsbedingungen der Menschen sollten meiner Ansicht nach dann an erster Stelle stehen.“ 

Martin, Colabor – Raum für Nachhaltigkeit
Martin-Herrndorf„Neben allem anderen ist es bei mir vor allem eine Sache: Das Fahrradfahren! Hält gesund, macht Spaß, ist günstig und man ist in der Stadt unschlagbar schnell und flexibel unterwegs. Radfahren macht nicht nur das Leben, sondern auch unsere Städter schöner – ruhiger, entspannter, grüner, freier. Ich suche mittlerweile sogar meine Jobs danach aus, ob ich dabei viel Fahrradfahren kann oder im Zug oder sogar im Flieger sitzen muss. Ein Tag auf dem Fahrrad ist ein guter Tag!“

Sabrina, NIEM Blog
sabrina-kley„Vegan essen wirkt sich positiver auf den ökologischen Fußabdruck aus als Bio essen oder regional essen oder plastikfrei Essen einkaufen. Gleichzeitig ist es für viele die deutlich größere Hürde. Als Einstieg empfehle ich, bewusst einmal die Woche vegan zu kochen. Dann kannst du weitermachen, indem du dir überlegst, was du vegan frühstücken könntest. Probier ein paar Aufstriche aus oder probier aus, welche Pflanzenmilch am besten in dein Müsli passt. Mittlerweile gibt es auch online richtig viele Rezepte und Ideen.“

„wir-leben-nachhaltig“-Team
wir-leben-nachhaltig„Bevor wir mit einer langen Einkaufsliste ins Geschäft stürmen, sollten wir Zuhause die Vorräte prüfen. Welche kaum benutzten Schätze verstecken sich in Schränken und Regalen? Welche Anschaffungen sind wirklich notwendig? Kann ich auf Second-Hand-Produkte zurückgreifen oder selten gebrauchte Produkte vielleicht irgendwo ausleihen? Durch bewusste Kaufentscheidungen lassen sich viele Ressourcen einsparen. Wenn wir es schaffen, unser Verhalten und unsere tägliche Routine zu ändern, verändert sich auch unser Denken und wir können <einfach-gut-leben>!“

Wenn ihr auch einen Tipp habt oder einen persönlichen Erfolg berichten könnt, freuen wir uns über euer Statement: Bei Twitter @Blumenkopfde #meingruenertipp oder an blumenkopf.de@gmail.com

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