Green it yourself: Cashewmus mit Vanille

Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln und Cashews – Im Moment wird gefühlt fast jede Nuss zu Mus verarbeitet! Nussmus in allen Variationen liegt im Trend und das ja auch nicht zu Unrecht: Es ist vielseitig einsetzbar, schmeckt gut und ist gesünder als viele andere Aufstriche oder Dips. Leider ist gutes Nussmus nicht gerade günstig und daher haben wir uns gedacht, dass wir das sicherlich auch selber herstellen können!

Laut verschiedenen Anleitungen aus dem Internet braucht man zur Herstellung lediglich einen leistungsfähigen Mixer und natürlich Nüsse. Hier entschieden wir uns für Cashews, da diese weich sind (zumindest so weich wie Nüsse eben sein können) und sich daher vermutlich leichter verarbeiten lassen würden. Außerdem kauften wir noch Vanilleschoten, um das Cashewmus geschmacklich etwas aufzupeppen.

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Zutaten:

  • 500g Cashewnüsse
  • 2 Vanilleschoten
  • etwas Sonnenblumenöl
  • eventuell Süßungsmittel, z.B. Reissirup, Agavendicksaft oder Honig

Zubereitung:

Erst einmal kommen nur die Cashews in den Mixer und werden so lange gerührt bis sie zu einem feinen Mehl zermahlen sind. Nun bei Bedarf etwas Öl hinzufügen und die Masse auf niedriger Stufe langsam weiter mixen. Dazwischen immer wieder Pausen machen, damit der Mixer nicht überhitzt und sich die Nüsse besser mit dem Öl binden können. Insgesamt dauert die Mix-Aktion eine ganze Weile, aber mit der Zeit sollte das Nuss-Pulver langsam zu einem geschmeidigen, flüssigen Mus werden.

Soweit die Theorie, nun zur Praxis!

Klappt noch ganz gut: NussmehlKlappt noch ganz gut: Nussmehl

Die Cashews ließen sich problemlos zu Pulver mixen und wir gaben dann Öl, Vanille und etwas Reissirup hinzu. Ab diesem Punkt fing unser Mixer leider an, immer wieder zu blockieren. Die Cashew-Masse wurde extrem fest und konnte vom Mahlwerk kaum richtig erfasst werden. Der Mixer blockierte, lief heiß oder schob die Cashews nur etwas herum… Insgesamt gestaltete sich die Aktion also als sehr mühsam und vor allem langwierig. Um das Ganze noch irgendwie zu retten, rührten wir letztendlich einfach immer mehr Öl ein und hofften, dass wir so der Mus-Konsistenz endlich etwas näherkommen. Zusammen mit langen Mix-Pausen bekamen wir dann doch noch ein ganz passables Ergebnis.

Der Mixer kämpft mit der Nuss-Pampe...Mixer gegen Nuss-Pampe…

Unser Vanille-Cashewmus ist zwar nicht annähernd so cremig geworden wie gekauftes Nussmus und es ist leider auch wesentlich öliger. Zumindest die Vanille-Idee können wir aber auf jeden Fall empfehlen! Das Mus ist recht fest und erinnert daher oft eher an nussigen Kuchenteig, schmeckt aber zu Obst oder auf Brot supergut und gibt allem eine feine Vanillenote. Die Menge hat gut für zwei normale Einmachgläser gereicht und wird jetzt in den nächsten Tagen verputzt! 🙂

Geschafft! :-)Geschafft! 🙂

Die Moral von der Geschichte: Ein guter Durchschnittsmixer reicht bei Nussmus einfach nicht! Ohne Hochleistungsmixer wird man hier nicht komplett glücklich und diese sind ja leider noch wesentlich teurer als Nussmus selbst…